Heute morgen hat es mich allerhand Überwindung gekostet aufzustehen. Es war zwar nicht besonders kalt - ich dafür aber besonders müde und ein Tag mit dem lesen wissenschaftlicher Artikel zu verbringen ist da nicht besonders motivierend...
Naja egal, zur Arbeit muss man trotzdem. Nachdem ich schon während des Lesens zweimal fast eingeschlafen bin, erzählt mir gegen Mittag eine Kollegin, dass abends ein Vortrag läuft, den wir uns unbedingt anhören müssen. Ja ich würde ja gerne und es wird bestimmt auch unheimlich spannend, aber was wenn ich einschlafe? Das wäre doch sehr peinlich!
Drei Stunden habe ich darüber nachgedacht, ob ich nun zu diesem Vortrag gehe oder nicht und ob ich nicht vielleicht schon sofort nach Hause gehen sollte, ein paar Stunden schlafe und dann weiter lese. Doch dann - einmal den Flur entlang gehen kann so hilfreich sein! Als erstes treffe ich eingangs erwähnte Vortragkollegin. "Ach übrigens, ich habe beim Fachbereich angerufen - der Vortrag ist Ersatzlos gestrichen worden." Na, dass nenne ich doch mal Glück, dann brauche ich mir ja keine weiteren Gedanken darüber machen, wie ich am besten während des Vortrags wach bleibe.
Ein paar Meter weiter wäre ich fast mit einem Kollegen, der ohne Vorwarnung um die Ecke kam (vielleicht liegt es aber auch nur an meiner zur Müdigkeit passenden Reaktionszeit), zusammengestoßen. "Ach übrigens Nina, Dein Vortrag Donnerstag fällt aus. Der Chef möchte das der Neue erzählt was er bisher gemacht hat. Deinen Vortrag verschieben fand er ungünstig - er ist also Ersatzlos gestrichen." Nein, welch Überraschung. Dann brauche ich ja jetzt gar nicht mehr weiter Artikel lesen, sondern kann noch kurz ins Labor und dann früh nach Hause! Da hat es heute aber wirklich jemand gut mit mir gemeint!
Dienstag, 29. Januar 2008
Donnerstag, 24. Januar 2008
Hilfe, ein Anschlag!
Da arbeitet man so nichts böses ahnend vor sich hin und dann;
Ich stand heute morgen, wie es sich laut meinem Chef für einen guten Arbeitnehmer gehört, pünktlich an meinem Arbeitsplatz und wollte Proben, die Analysiert werden sollen, zentrifugieren (kurze Erklärung: eine Zentrifuge ist ein Metall-/Plastikkasten, in den ein Rotor eingebaut ist, der sich bei hohen Geschwindigkeiten dreht und mit deren Hilfe man unterschiedlich dichte Stoffe trennen kann). Ich wollte also jenes welche Gerät benutzen, stelle meine Proben hinein und drücke auf den Startknopf. Alles läuft wie es soll: 910 Umdrehungen pro Minute, die eingebaute Uhr zählt herunter, die Proben scheinen im Gleichgewicht zu sein - super! Doch dann - anstatt das, nachdem die Zeit abgelaufen ist, die Zentrifuge herunter fährt, erhöht sie die Geschwindigkeit auf 6200 Umdrehungen pro Minute und weigert sich anzuhalten. Auch mehrmaliges Drücken des Stoppknopfes lassen sie völlig unbeeindruckt!
Ich also den nächstbesten Kollegen gefragt - nein, damit arbeitet er nicht, da hat er keine Ahnung von. Aber vielleicht die Kollegin neben an? - Hm, nicht da! Mir stand der Schweiß auf der Stirn! Einer der Chefs - nein, der hat sein Schild an der Tür, dass er nicht gestört werden möchte - egal...
Und - er hat irgendwie einen besseren Draht zu meiner Zentrifuge gehabt und konnte sie zum anhalten bewegen... Und - ich hatte Glück. Die Gefäße in denen meine Proben waren sind zwar am unteren Ende platt gedrückt, aber die Probe war noch drin. Die Ausgleichgewichte konnte ich allerdings alle wegschmeißen. Die waren einfach nicht mehr zu retten.
Ach - und noch eine Neuigkeit... Wir haben eine neue Schwangere...
Ich stand heute morgen, wie es sich laut meinem Chef für einen guten Arbeitnehmer gehört, pünktlich an meinem Arbeitsplatz und wollte Proben, die Analysiert werden sollen, zentrifugieren (kurze Erklärung: eine Zentrifuge ist ein Metall-/Plastikkasten, in den ein Rotor eingebaut ist, der sich bei hohen Geschwindigkeiten dreht und mit deren Hilfe man unterschiedlich dichte Stoffe trennen kann). Ich wollte also jenes welche Gerät benutzen, stelle meine Proben hinein und drücke auf den Startknopf. Alles läuft wie es soll: 910 Umdrehungen pro Minute, die eingebaute Uhr zählt herunter, die Proben scheinen im Gleichgewicht zu sein - super! Doch dann - anstatt das, nachdem die Zeit abgelaufen ist, die Zentrifuge herunter fährt, erhöht sie die Geschwindigkeit auf 6200 Umdrehungen pro Minute und weigert sich anzuhalten. Auch mehrmaliges Drücken des Stoppknopfes lassen sie völlig unbeeindruckt!
Ich also den nächstbesten Kollegen gefragt - nein, damit arbeitet er nicht, da hat er keine Ahnung von. Aber vielleicht die Kollegin neben an? - Hm, nicht da! Mir stand der Schweiß auf der Stirn! Einer der Chefs - nein, der hat sein Schild an der Tür, dass er nicht gestört werden möchte - egal...
Und - er hat irgendwie einen besseren Draht zu meiner Zentrifuge gehabt und konnte sie zum anhalten bewegen... Und - ich hatte Glück. Die Gefäße in denen meine Proben waren sind zwar am unteren Ende platt gedrückt, aber die Probe war noch drin. Die Ausgleichgewichte konnte ich allerdings alle wegschmeißen. Die waren einfach nicht mehr zu retten.
Ach - und noch eine Neuigkeit... Wir haben eine neue Schwangere...
Mittwoch, 23. Januar 2008
Kuchenschlacht
Da kommt eben unser einer Diplomand vom Sport wieder und ins Büro -
"Weißt Du wo der Kuchen ist?"
"Aufgegessen, nehme ich an."
"Nein, ich meine den, der vom Kaffeetrinken übrig geblieben ist."
"Na, aufgegessen sage ich doch."
"Das kann doch nicht sein - da war noch sooo viel über."
"Egal, trotzdem aufgegessen! Kaffeetrinken ist schließlich schon drei Stunden her."
"Vielleicht hat ihn irgendwer eingefroren?"
"Warum in aller Welt sollte er eingefroren werden? Er ist doch, wie Du siehst, aufgegessen - wir brauchen also keine Angst haben das er schlecht wird - und das Kuchenmonster kommt immer zuverlässig vorbei."
"Aber es waren acht Kuchen - jeder von uns hatte zwei gebacken."
"Jup, ich weiß! Macht im Durchschnitt vier Leute pro Kuchen - ist machbar - ist immernoch aufgegessen..."
"Ich habe Hunger!"
"Da bekomme ich ja fast Mitleid mit Dir. Hier - Du darfst ein paar von meinen geheimen Notfallkeksen ab haben. Und für das nächste Mal bringst Du Dir am besten gleich ein Stück Kuchen in Sicherheit - und zwar so in Sicherheit, dass niemand es sieht. Der Kühlschrank ist übrigens unzureichend, da scheitert immer mal wieder jemand dran..."
"Weißt Du wo der Kuchen ist?"
"Aufgegessen, nehme ich an."
"Nein, ich meine den, der vom Kaffeetrinken übrig geblieben ist."
"Na, aufgegessen sage ich doch."
"Das kann doch nicht sein - da war noch sooo viel über."
"Egal, trotzdem aufgegessen! Kaffeetrinken ist schließlich schon drei Stunden her."
"Vielleicht hat ihn irgendwer eingefroren?"
"Warum in aller Welt sollte er eingefroren werden? Er ist doch, wie Du siehst, aufgegessen - wir brauchen also keine Angst haben das er schlecht wird - und das Kuchenmonster kommt immer zuverlässig vorbei."
"Aber es waren acht Kuchen - jeder von uns hatte zwei gebacken."
"Jup, ich weiß! Macht im Durchschnitt vier Leute pro Kuchen - ist machbar - ist immernoch aufgegessen..."
"Ich habe Hunger!"
"Da bekomme ich ja fast Mitleid mit Dir. Hier - Du darfst ein paar von meinen geheimen Notfallkeksen ab haben. Und für das nächste Mal bringst Du Dir am besten gleich ein Stück Kuchen in Sicherheit - und zwar so in Sicherheit, dass niemand es sieht. Der Kühlschrank ist übrigens unzureichend, da scheitert immer mal wieder jemand dran..."
Es wird eng...
Wir bekommen wieder Zuwachs - und - nein, diesmal ist ausnahmsweise keiner Schwanger... Ich bekomme nur mehr Gesellschaft im Büro.
Da dachte ich bis vor drei Wochen noch, dass es hier manchmal fast ein bisschen ruhig ist und ein wenig Gesellschaft nicht schlecht wäre - und jetzt habe ich anfang Januar einen Diplomanden dazubekommen, mitte Januar einen zweiten und heute hat der Chef verkündet, dass aus der neuen Arbeitsgruppe von gegenüber einer vorrübergehend bei mir im Büro einzieht. Tja, jetzt wird mir bestimmt nicht mehr langweilig...
Da dachte ich bis vor drei Wochen noch, dass es hier manchmal fast ein bisschen ruhig ist und ein wenig Gesellschaft nicht schlecht wäre - und jetzt habe ich anfang Januar einen Diplomanden dazubekommen, mitte Januar einen zweiten und heute hat der Chef verkündet, dass aus der neuen Arbeitsgruppe von gegenüber einer vorrübergehend bei mir im Büro einzieht. Tja, jetzt wird mir bestimmt nicht mehr langweilig...
Dienstag, 22. Januar 2008
Finderlohn
Ich habe gestern an meiner Haustür einen Tafel Schokolade von einem fremden Mann geschenkt bekommen...
Als ich gestern nach der Arbeit nach Hause gefahren bin war es natürlich mal wieder dunkel und es regnete immer noch in strömen. Auf halbem Weg lag etwas in einer Pfütze, dass aussah wie ein Portmonai. Ich bin erst ein paar Meter weiter gefahren, habe dann aber überlegt, ob es nicht vielleicht doch sinnvoller ist zu gucken, ob etwas drinn ist und es sonst vielleicht heute irgendwo abzugeben. Ich bin also - in immer noch strömendem Regen - zurück gefahren und habe geguckt. Sah ziemlich vollständig aus: 40 Euro, ein bisschen Kleingeld, Perso, zwei Bankkarten, Bücherausweis, Führerschein, ein Kondom (dabei lernt man doch überall, dass man die nicht im Portmonai haben soll...) - was man halt alles so braucht...
Ich habe mich nach kurzem für und wieder entschlossen, es mitzunehmen. Und obwohl ich nur nach Hause und es am nächsten Tag bei der Bank oder Polizei abgeben wollte, hatte ich ein wenig ein schlechtes Gewissen ein fremdes Protmonai einfach mitzunehmen. Was, wenn derjenige dem es gehört es schon sucht und die Strecke abfährt und es nicht finden kann? Dann habe ich allerdings beschlossen, dass die Chance, dass es ein nicht so ehrlicher Finder findet wohl größer ist und es dann doch besser bei mir aufgehoben ist. Unterwegs fiel mir dann noch ein, dass ich ja gar keine Ahnung habe, wo hier überhaupt eine Polizeidienststelle ist, aber gut, dass würde sich wohl herausfinden lassen...
Zu Hause angekommen habe ich es noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Der Perso war in Belgien ausgestellt - dürfte also eher schwieriger werden den Eigentümer zu finden und - oh - Baujahr 88 - der ist ja fast noch ein Kind... Aber - er hatte auch eine Visitenkarte mit seiner Telefonnummer in einem Fach. Sehr clever! Also habe ich ihn einfach mal angerufen. Sein Portmonai hatte er noch nicht vermisst - aber wiederhaben wollte er es natürlich schon. Da er quasi nebenan wohnte ist er auch fünf Minuten später vorbei gekommen um es abzuholen - und hat mir besagte Schokolade mitgebracht. Da macht Portmonaifinden doch richtig Spaß!
Als ich gestern nach der Arbeit nach Hause gefahren bin war es natürlich mal wieder dunkel und es regnete immer noch in strömen. Auf halbem Weg lag etwas in einer Pfütze, dass aussah wie ein Portmonai. Ich bin erst ein paar Meter weiter gefahren, habe dann aber überlegt, ob es nicht vielleicht doch sinnvoller ist zu gucken, ob etwas drinn ist und es sonst vielleicht heute irgendwo abzugeben. Ich bin also - in immer noch strömendem Regen - zurück gefahren und habe geguckt. Sah ziemlich vollständig aus: 40 Euro, ein bisschen Kleingeld, Perso, zwei Bankkarten, Bücherausweis, Führerschein, ein Kondom (dabei lernt man doch überall, dass man die nicht im Portmonai haben soll...) - was man halt alles so braucht...
Ich habe mich nach kurzem für und wieder entschlossen, es mitzunehmen. Und obwohl ich nur nach Hause und es am nächsten Tag bei der Bank oder Polizei abgeben wollte, hatte ich ein wenig ein schlechtes Gewissen ein fremdes Protmonai einfach mitzunehmen. Was, wenn derjenige dem es gehört es schon sucht und die Strecke abfährt und es nicht finden kann? Dann habe ich allerdings beschlossen, dass die Chance, dass es ein nicht so ehrlicher Finder findet wohl größer ist und es dann doch besser bei mir aufgehoben ist. Unterwegs fiel mir dann noch ein, dass ich ja gar keine Ahnung habe, wo hier überhaupt eine Polizeidienststelle ist, aber gut, dass würde sich wohl herausfinden lassen...
Zu Hause angekommen habe ich es noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Der Perso war in Belgien ausgestellt - dürfte also eher schwieriger werden den Eigentümer zu finden und - oh - Baujahr 88 - der ist ja fast noch ein Kind... Aber - er hatte auch eine Visitenkarte mit seiner Telefonnummer in einem Fach. Sehr clever! Also habe ich ihn einfach mal angerufen. Sein Portmonai hatte er noch nicht vermisst - aber wiederhaben wollte er es natürlich schon. Da er quasi nebenan wohnte ist er auch fünf Minuten später vorbei gekommen um es abzuholen - und hat mir besagte Schokolade mitgebracht. Da macht Portmonaifinden doch richtig Spaß!
Sonntag, 20. Januar 2008
Regensonntag
Sonntag abend - das Wochenende ist fast herum - ich sitze alleine im Labor und warte darauf das meine Bakkis wachsen - wären sie doch nur schneller... Seit 2 1/2 Tagen scheint es durchgängig zu regnen - ich freue mich schon darauf wieder nach Hause zu kommen. Dann werde ich den Geburtstagskuchen für meinen Mediziner schön verzieren, mir eine Honigmilch kochen und es mir gemütlich machen. Vielleicht noch ein bisschen telefonieren? Schauen wir mal.
Donnerstag, 17. Januar 2008
Sport ist mord - oder nicht ganz?
Mein Kollege hat mich gestern mit zum Sport geschleppt. Takewondo. Ich muß sagen es hat erstaunlich viel Spaß gemacht - nur... Als erstes werden Aufwärmspiele gespielt. Das ansich ist ja o.k. und notwendig, dass sehe ich wohl ein. Aber muß es immer mit dem Ball sein? Da habe ich als Balllegastenikerin doch angst vor! Besonders wenn die Jungs so hart werfen... Ich bin schließlich ein Mädchen. Dann haben wir Ausdauer- und Kräftigungstraining gemacht (anstrengend und mir hat die PowerFittness-Musik gefehlt, aber sonst recht nett) und dann haben wir endlich geübt. So richtig mit verschiedenen Kickbox schritten und schlägen. Das macht wirklich spaß! Wobei ich als totaler Anfänger schon glücklich war, dass ich meine Arme und Beine halbwegs koordiniert und nicht verknotet habe. Wie heißt es doch so schön? Es war schon ein wenig schönes dabei?
Und heute tut mir mein linker großer Zeh weh, da ich natürlich nicht gewöhnt bin barfuß auf dem Hallenboden zu laufen, an meinem rechten Knie ist die Haut ein bisschen abgeschürft und an meiner linken Hüfte habe ich einen blauen Fleck, so dass ich nicht sooo gut geschlafen habe (dass ich auch ein klitzekleines bisschen Muskelkater habe verrate ich meinem Kollegen lieber nicht...). Und wenn ich jetzt trotzdem noch überlege, ob ich nicht vielleicht doch wieder hingehe, dann muß es schon ziemlich gut gewesen sein, oder?
Und heute tut mir mein linker großer Zeh weh, da ich natürlich nicht gewöhnt bin barfuß auf dem Hallenboden zu laufen, an meinem rechten Knie ist die Haut ein bisschen abgeschürft und an meiner linken Hüfte habe ich einen blauen Fleck, so dass ich nicht sooo gut geschlafen habe (dass ich auch ein klitzekleines bisschen Muskelkater habe verrate ich meinem Kollegen lieber nicht...). Und wenn ich jetzt trotzdem noch überlege, ob ich nicht vielleicht doch wieder hingehe, dann muß es schon ziemlich gut gewesen sein, oder?
Dienstag, 15. Januar 2008
Hallo Fettnäpfchen - wo bist Du???
Eigentlich dachte ich, dass ich mich einigermaßen benehmen könnte, aber das ist wohl ansichtssache...
Am 29.12. - es ist also schon ein wenig her - war ich bei meiner Cousine, da mein Patenkind geburtstag hatte und ich versprochen hatte zu helfen. Eine Woche vorher ist meine Cousine inclusiv Kindern mit ihrem neuen Freund zusammengezogen und so bekam ich, als ich ankam erstmal eine Hausführung. Wirklich ein sehr schönes Haus. Zwar noch nicht ganz eingerichtet, aber das wird schon... Dann habe ich mit den Kindern zusammen für die Gäste Prinzessin Lillifee-Muffins gebacken - denn alles was rosa ist und glitzert ist hervorragend für eine siebenjährige. Meine Cousine und ihr Freund haben währenddessen auf den Tisch gedeckt und sich unterhalten. Dann kamen die Gäste (fünf Mädchen - und bis auf eine alle vollständig rosa angezogen), wir haben Kuchen gegessen, gespielt, gebastelt und nach 2 Stunden wieder Abendbrot gegessen. Dann hat jeder sein Gastgeschenketütchen bekommen und ist nach Hause gegangen. Mein Patenkind meinte, dass es der schönste Tag ihres Lebens gewesen wäre - also alle Glücklich - denkste...
Der Freund meiner Cousine konnte es sich nicht verkneifen "kurz" zu erwähnen und auszuführen, dass er es doch etwas ungewöhnlich fänd, wenn fremde Leute zu ihm nach Hause kommen und sich nicht wie Gäste sondern wie zu Hause benehmen und einfach so Kuchen backen, aufräumen und abdecken etc.. Gutmütiger Weise meinte er dann, dass es ja vielleicht in der Familie liegt, da meine Tante und ihr Partner über Weihnachten da waren und auch sofort mit angefasst haben - aber er durfte immerhin mitmachen... Tja, was soll man davon halten?
Und dann, um wieder ein bisschen auf das hier und heute zurück zukommen, war ich am Wochenende wieder da, da wir Karnevallskostüme für die Kinder nähen wollten. Der Freund meiner Cousine war so FREUNDlich mich vom Bahnhof abzuholen. Auf dem Weg entschuldigte er sich bei mir, denn meine Cousine hätte wohl gemeint, dass er mir vielleicht ein bisschen nahe getreten wäre. Er sagte also, dass er mir nicht zu nahe treten wollte und das es ihm leid täte. Ich antwortete, dass es überhaupt kein Problem wäre, denn so empfindlich bin ich nicht. Jeder würde jetzt denken, dass dem Thema damit abgegolten wäre. Nicht aber so der Freund meiner Cousine... Jetzt fing ein fünf bis 10 minütiger Monolog an, dass er sich ja freuen würde wenn ich zu besuch käme, es wirklich nicht so gemeint war - und ich dürfe auch weiterhin meine Übersocken mitbringen und anziehen... Aha, das hat Ihn also auch gestört. Ich frage mich, was er mir wohl nächstes Mal erzählt?
Das ich ihm das umziehen der Kinder und das zähneputzen streitig mache - oder gar das ins Bett bringen? Da würde ich es allerdings auf eine Diskussion drauf ankommen lassen...
P.S. was die Socken angeht - ich ziehe nicht überall meine Schuhe aus, aber mit meiner Cousine hatte ich vor einem Weilchen mal darüber gesprochen und sie meinte, dass es ihr lieber wäre, wenn man nicht mit Schuhen durch die Wohnung läuft. Ganz davon abgesehen, dass es sich viel besser spielt...
Am 29.12. - es ist also schon ein wenig her - war ich bei meiner Cousine, da mein Patenkind geburtstag hatte und ich versprochen hatte zu helfen. Eine Woche vorher ist meine Cousine inclusiv Kindern mit ihrem neuen Freund zusammengezogen und so bekam ich, als ich ankam erstmal eine Hausführung. Wirklich ein sehr schönes Haus. Zwar noch nicht ganz eingerichtet, aber das wird schon... Dann habe ich mit den Kindern zusammen für die Gäste Prinzessin Lillifee-Muffins gebacken - denn alles was rosa ist und glitzert ist hervorragend für eine siebenjährige. Meine Cousine und ihr Freund haben währenddessen auf den Tisch gedeckt und sich unterhalten. Dann kamen die Gäste (fünf Mädchen - und bis auf eine alle vollständig rosa angezogen), wir haben Kuchen gegessen, gespielt, gebastelt und nach 2 Stunden wieder Abendbrot gegessen. Dann hat jeder sein Gastgeschenketütchen bekommen und ist nach Hause gegangen. Mein Patenkind meinte, dass es der schönste Tag ihres Lebens gewesen wäre - also alle Glücklich - denkste...
Der Freund meiner Cousine konnte es sich nicht verkneifen "kurz" zu erwähnen und auszuführen, dass er es doch etwas ungewöhnlich fänd, wenn fremde Leute zu ihm nach Hause kommen und sich nicht wie Gäste sondern wie zu Hause benehmen und einfach so Kuchen backen, aufräumen und abdecken etc.. Gutmütiger Weise meinte er dann, dass es ja vielleicht in der Familie liegt, da meine Tante und ihr Partner über Weihnachten da waren und auch sofort mit angefasst haben - aber er durfte immerhin mitmachen... Tja, was soll man davon halten?
Und dann, um wieder ein bisschen auf das hier und heute zurück zukommen, war ich am Wochenende wieder da, da wir Karnevallskostüme für die Kinder nähen wollten. Der Freund meiner Cousine war so FREUNDlich mich vom Bahnhof abzuholen. Auf dem Weg entschuldigte er sich bei mir, denn meine Cousine hätte wohl gemeint, dass er mir vielleicht ein bisschen nahe getreten wäre. Er sagte also, dass er mir nicht zu nahe treten wollte und das es ihm leid täte. Ich antwortete, dass es überhaupt kein Problem wäre, denn so empfindlich bin ich nicht. Jeder würde jetzt denken, dass dem Thema damit abgegolten wäre. Nicht aber so der Freund meiner Cousine... Jetzt fing ein fünf bis 10 minütiger Monolog an, dass er sich ja freuen würde wenn ich zu besuch käme, es wirklich nicht so gemeint war - und ich dürfe auch weiterhin meine Übersocken mitbringen und anziehen... Aha, das hat Ihn also auch gestört. Ich frage mich, was er mir wohl nächstes Mal erzählt?
Das ich ihm das umziehen der Kinder und das zähneputzen streitig mache - oder gar das ins Bett bringen? Da würde ich es allerdings auf eine Diskussion drauf ankommen lassen...
P.S. was die Socken angeht - ich ziehe nicht überall meine Schuhe aus, aber mit meiner Cousine hatte ich vor einem Weilchen mal darüber gesprochen und sie meinte, dass es ihr lieber wäre, wenn man nicht mit Schuhen durch die Wohnung läuft. Ganz davon abgesehen, dass es sich viel besser spielt...
Freitag, 11. Januar 2008
Ab wann ist der Mensch ein Mensch?
Da hatte ich meinen Tag gestern so schön geplant - und es hat mal wieder nichts funktioniert... Gestern hatte ich nämlich quasi einen Vortragsmarathon - alle waren in Erzähllaune, wollten uns etwas gute tun - und haben die Zeit gnadenlos überzogen.
Der Tag fing an mit dem allwöchentlichen Vortrag (wie jeden Donnerstag morgen) - nur dass er länger ging als sonst. Und mit den Experimenten ist es natürlich nicht anders- wenn es theoretisch zwei Stunden dauert, dann legt man noch eine Sicherheitsstunde obendrauf, damit man es auch wirklich schafft - und hinterher fehlt einem trotzdem noch eine halbe Stunde... Ich frage mich immer, wie das funktionieren kann und wer die Zeit heimlich verschwinden lässt. Kann man die grauen Herren der Zeit eigentlich sehen?
Spätestens der 15.00 Uhr Vortrag hat dann alles zu Nichte gemacht. Eigentlich sollte der Vortrag bis um 16.00 Uhr gehen, aber als ich um 17.05 unbedingt zum nächsten Vortrag los musste, war er immer noch nicht zuende...
Wenigstens war er dafür interessant. Sogar so, dass wir uns heute noch ein paar Mal darüber unterhalten haben - und das schaffen die wenigsten Vorträge...
Es ging darum ab wann der Mensch Mensch ist. Trauert man um eine Totgeburt weniger als um ein Baby das nur wenige Stunden oder Tage gelebt hat? Wie sehen die verschiedenen rechtlichen Stufen aus und warum ist eine Blastocyste (Mehrzellstadium) schützenswerter als ein Embryo? Warum wird ein frühgeborenes Baby als Mensch gesehen, obwohl es nicht eigenständig und nur mit Maschienen überleben kann, ein gleichaltes Baby im Mutterleib aber nicht? Und bei einer künstlichen Befruchtung werden mehr Eier befruchtet, als anschließend eingepflanzt werden. Was passiert mit den restlichen? Darf man die einfach abtöten? Embryonen-Adoption? Forschung?
So viel zum darüber nachdenken und sowenig Antworten. Was meint Ihr dazu? Ansatzweise ist es im Gesetz geregelt, aber es gibt noch viele Lücken, wo es reine Interpretationssache ist. Auch gestern ist deutlich geworden, wie schwierig dieses Thema ist und wie unterschiedlich die Empfindungen. Wie gesagt, sehr interessant!
Der Tag fing an mit dem allwöchentlichen Vortrag (wie jeden Donnerstag morgen) - nur dass er länger ging als sonst. Und mit den Experimenten ist es natürlich nicht anders- wenn es theoretisch zwei Stunden dauert, dann legt man noch eine Sicherheitsstunde obendrauf, damit man es auch wirklich schafft - und hinterher fehlt einem trotzdem noch eine halbe Stunde... Ich frage mich immer, wie das funktionieren kann und wer die Zeit heimlich verschwinden lässt. Kann man die grauen Herren der Zeit eigentlich sehen?
Spätestens der 15.00 Uhr Vortrag hat dann alles zu Nichte gemacht. Eigentlich sollte der Vortrag bis um 16.00 Uhr gehen, aber als ich um 17.05 unbedingt zum nächsten Vortrag los musste, war er immer noch nicht zuende...
Wenigstens war er dafür interessant. Sogar so, dass wir uns heute noch ein paar Mal darüber unterhalten haben - und das schaffen die wenigsten Vorträge...
Es ging darum ab wann der Mensch Mensch ist. Trauert man um eine Totgeburt weniger als um ein Baby das nur wenige Stunden oder Tage gelebt hat? Wie sehen die verschiedenen rechtlichen Stufen aus und warum ist eine Blastocyste (Mehrzellstadium) schützenswerter als ein Embryo? Warum wird ein frühgeborenes Baby als Mensch gesehen, obwohl es nicht eigenständig und nur mit Maschienen überleben kann, ein gleichaltes Baby im Mutterleib aber nicht? Und bei einer künstlichen Befruchtung werden mehr Eier befruchtet, als anschließend eingepflanzt werden. Was passiert mit den restlichen? Darf man die einfach abtöten? Embryonen-Adoption? Forschung?
So viel zum darüber nachdenken und sowenig Antworten. Was meint Ihr dazu? Ansatzweise ist es im Gesetz geregelt, aber es gibt noch viele Lücken, wo es reine Interpretationssache ist. Auch gestern ist deutlich geworden, wie schwierig dieses Thema ist und wie unterschiedlich die Empfindungen. Wie gesagt, sehr interessant!
Mittwoch, 9. Januar 2008
Achterbahn der Gefühle
wie schön, dass man sich sicher sein kann, dass irgendwann wieder alles besser wird (nur mit dem älter werden bin ich mir da nicht so ganz sicher...)... Und wenn man sich genau umguckt, dann hat jeder Tag viele schöne kleine Erlebnisse in sich versteckt, man sieht sie nur nicht immer.
Mein erster Eindruck heute morgen war: es ist kalt, grau, regnet und stürmt - also einfach rundum ungemütlich. Dann eine Mail von na, eben dieser einen Person - ohne nette Anrede oder irgendeinen Gruß, aber vielleicht ist es schon gut für den Anfang überhaupt eine zu bekommen? Und dann: mein Minicousin hat mir eine Mail geschrieben - einfach so weil er gute Laune hatte - und das färbt bestimmt ab! Die Sonne scheint zwar noch nicht, aber es hat immerhin schon aufgehört zu regnen. Meine Cousine hat mich gefragt wann wir uns zum Karnevallskostüme nähen treffen (zum Glück allerdings nicht für mich, sondern für mein Patenkind - und wie wohl die meisten kleinen Mädchen möchte sie eine Prinzessin sein - welche Überraschung! Am liebsten natürlich Prinzessin Lillifee, aber solange das Kleid schon mal rosa ist würde sie es wohl wenigstens anprobieren) und meine eine Kollegin will einen Kuchen backen, damit wir endlich mal wieder zusammen Kaffeetrinken und klönen können (hoffentlich wird das einer mit viel Schokolade).
Und ich habe eine Privatpostkarte ans Institut bekommen! Damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet. Dieser Freundin hatte ich vor Weihnachten eine Karte in ihr Institut nach Kopenhagen geschickt - dem Internet sei dank, man findet fast alles - , da ich, nachdem sie in den letzten zwei Jahren drei Mal umgezogen ist, keine aktuelle Adresse mehr von ihr hatte. Und da soll noch einer sagen der Tag ist nicht schön!
Mein erster Eindruck heute morgen war: es ist kalt, grau, regnet und stürmt - also einfach rundum ungemütlich. Dann eine Mail von na, eben dieser einen Person - ohne nette Anrede oder irgendeinen Gruß, aber vielleicht ist es schon gut für den Anfang überhaupt eine zu bekommen? Und dann: mein Minicousin hat mir eine Mail geschrieben - einfach so weil er gute Laune hatte - und das färbt bestimmt ab! Die Sonne scheint zwar noch nicht, aber es hat immerhin schon aufgehört zu regnen. Meine Cousine hat mich gefragt wann wir uns zum Karnevallskostüme nähen treffen (zum Glück allerdings nicht für mich, sondern für mein Patenkind - und wie wohl die meisten kleinen Mädchen möchte sie eine Prinzessin sein - welche Überraschung! Am liebsten natürlich Prinzessin Lillifee, aber solange das Kleid schon mal rosa ist würde sie es wohl wenigstens anprobieren) und meine eine Kollegin will einen Kuchen backen, damit wir endlich mal wieder zusammen Kaffeetrinken und klönen können (hoffentlich wird das einer mit viel Schokolade).
Und ich habe eine Privatpostkarte ans Institut bekommen! Damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet. Dieser Freundin hatte ich vor Weihnachten eine Karte in ihr Institut nach Kopenhagen geschickt - dem Internet sei dank, man findet fast alles - , da ich, nachdem sie in den letzten zwei Jahren drei Mal umgezogen ist, keine aktuelle Adresse mehr von ihr hatte. Und da soll noch einer sagen der Tag ist nicht schön!
Dienstag, 8. Januar 2008
Und es herrscht hier wieder der übliche Wahnsinn...
Mein einer Kollege ist ärgerlich mit mir, weil ich gestern mit einer "hübschen Freundin - OHNE IHN" essen gegangen bin, und meine Kolleginnen vergleichen ihre Bäuche und bei wem schon mehr von der Schwangerschaft zu sehen ist - sechs Schwangere bei 32 Leuten - da fängt mir fast mein Chef an leid zu tun... Unsere männlichen Kollengen haben beschlossen, dass sie ihre Freundinnen besser vorerst nicht mehr mitbringen - für den Fall das es ansteckend sein könnte...
Sonntag, 6. Januar 2008
die Hoffnung stirbt zuletzt...
Er hat nicht geantwortet... Ich hoffe, dass er überlegt, dass er einfach Zeit zum nachdenken braucht. Ob er noch an unsere Gespräche denkt? Über Enthalpie von Dachziegeln, die nach Sonneneinstrahlung fliegen können und Entropiezuständen in den Kinderzimmern seiner Söhne? Wie wir das erstemal im Botanischen Garten spazieren waren und uns fast die Füße abgefrohren hätten? Jeden zweiten Tag bin ich momentan in der Kapelle - bzw. heute in der Kirche.
Heute kam ich in die Kirche und - nanu, da sitzt ja ein bekanntes Gesicht in der dritten Reihe von hinten - kann das sein? Ja, es stimmte - mein Großcousin! Studivz sei dank wusste ich wie er aussieht, denn das letzte Familientreffen auf dem wir uns gesehen haben ist etliche Jahre her (ich fürchte ich werde alt...). Wir haben uns kurz unterhalten, aber so richtig gesprächig war er irgendwie nicht. Ob er immer so ist? Und wenn er redet, dann ganz leise und undeutlich... Er hat gesagt, dass er momentan öfter kommt. Ob er Probleme hat?
Ich frage mich, wie unser Pastor immer gerade über das Predigt, was mich beschäftigt? Oder ob er einfach gut ist und die Predigten immer ansprechend? Vielleicht sollte ich anfangen öffter in die Kirche zu gehen?
Heute ging es darum, dass Gott uns mit den hellen Schein seines Angesichts erleuchtet und uns hilft, schwere Dinge zu ertragen. Sein Angesicht - er sieht uns und ist bei uns, auch wenn wir kein menschliches Wesen um uns haben.
Gestern habe ich über drogensüchtige nachgedacht und ob sie wohl auch über solche Lebensumstände dazu gekommen sind. Ich weiß nicht, ob ich es gestern abgelehnt hätte zu probieren, denn ich stelle mir vor, dass es betäubt, einem nichts mehr weh tut und man nicht mehr denken braucht. Andererseits - mir würden sie bestimmt keine Verkaufen und ich habe keine Ahnung, wie man daran kommt. Auch wenn "die anderen" immer erzählt haben, dass Ihnen auf dem Schulhof welche angeboten wurden - mir ist das nie passiert.
Und jetzt sitze ich wieder auf der Arbeit... Eigentlich wollte ich die Zeit drastisch kürzen, aber was soll ich zu Hause? Wenn ich morgens aufwache ist es am schlimmsten. Ich bin zitterig, die Tränen fangen wieder an zu laufen und alle Gedanken kreisen nur um Ihn. Hier sind wenigstens andere Menschen. Gestern hatten wir ein spontanes "Bürotreffen". Alle bis auf mein Medizinmann waren da - sogar unser neuer Diplomand, der erst seit zwei Tagen hier ist. Fürchterlich motiviert, oder?
Eben habe ich nach meinen Mäusebabys geguckt... Der eine Käfig mit drei kleinen sieht gut aus, aber der zweite ist verschwunden! Vielleicht ist das hübsche aber kranke Baby gestorben und das andere wollten sie nicht behalten? Aber dann wüsste ich doch ganz gerne bescheid darüber! Ich habe auch noch vier neue Babys bekommen. Drei sehen o.k. aus, das vierte wieder kleiner, wobei es sein kann, dass es später zur Welt gekommen ist - warten wir mal ab. In den nächsten drei Tagen sollten weitere Junge zur Welt kommen. Hoffentlich sind sie alle gesund. Letzte Woche habe ich einem Kollegen erzählt, dass ich hübsche Mäusebabys habe. Er meinte, dass hübsche zwar auch schön, aber nicht so hilfreich seien, besser wäre es, wenn sie ganz braun wären. Darauf konnt ich nur erwiedern, dass sich hübsch bei mir schon lange nicht mehr nach möglichst gefleckter Fellfarbe richtet, sondern je brauner desto besser - und diese hübschen sind halt sehr braun...
So, jetzt werde ich wohl trotzdem wieder nach Hause gucken. Seit ich zurück bin konnte ich mich noch nicht aufraffen auch nur irgendetwas im Haushalt zu tun und wenn meine Mitbewohnerin heute oder morgen wieder kommt, sollte es doch wenigstens ein bisschen ordentlich aussehen... Ich frage mich, wie es biologisch wohl funktioniert, dass Gefühle so einen Einfluss auf den ganzen Körper haben, dass man zu nichts mehr in der Lage ist - nicht einmal essen...
Heute kam ich in die Kirche und - nanu, da sitzt ja ein bekanntes Gesicht in der dritten Reihe von hinten - kann das sein? Ja, es stimmte - mein Großcousin! Studivz sei dank wusste ich wie er aussieht, denn das letzte Familientreffen auf dem wir uns gesehen haben ist etliche Jahre her (ich fürchte ich werde alt...). Wir haben uns kurz unterhalten, aber so richtig gesprächig war er irgendwie nicht. Ob er immer so ist? Und wenn er redet, dann ganz leise und undeutlich... Er hat gesagt, dass er momentan öfter kommt. Ob er Probleme hat?
Ich frage mich, wie unser Pastor immer gerade über das Predigt, was mich beschäftigt? Oder ob er einfach gut ist und die Predigten immer ansprechend? Vielleicht sollte ich anfangen öffter in die Kirche zu gehen?
Heute ging es darum, dass Gott uns mit den hellen Schein seines Angesichts erleuchtet und uns hilft, schwere Dinge zu ertragen. Sein Angesicht - er sieht uns und ist bei uns, auch wenn wir kein menschliches Wesen um uns haben.
Gestern habe ich über drogensüchtige nachgedacht und ob sie wohl auch über solche Lebensumstände dazu gekommen sind. Ich weiß nicht, ob ich es gestern abgelehnt hätte zu probieren, denn ich stelle mir vor, dass es betäubt, einem nichts mehr weh tut und man nicht mehr denken braucht. Andererseits - mir würden sie bestimmt keine Verkaufen und ich habe keine Ahnung, wie man daran kommt. Auch wenn "die anderen" immer erzählt haben, dass Ihnen auf dem Schulhof welche angeboten wurden - mir ist das nie passiert.
Und jetzt sitze ich wieder auf der Arbeit... Eigentlich wollte ich die Zeit drastisch kürzen, aber was soll ich zu Hause? Wenn ich morgens aufwache ist es am schlimmsten. Ich bin zitterig, die Tränen fangen wieder an zu laufen und alle Gedanken kreisen nur um Ihn. Hier sind wenigstens andere Menschen. Gestern hatten wir ein spontanes "Bürotreffen". Alle bis auf mein Medizinmann waren da - sogar unser neuer Diplomand, der erst seit zwei Tagen hier ist. Fürchterlich motiviert, oder?
Eben habe ich nach meinen Mäusebabys geguckt... Der eine Käfig mit drei kleinen sieht gut aus, aber der zweite ist verschwunden! Vielleicht ist das hübsche aber kranke Baby gestorben und das andere wollten sie nicht behalten? Aber dann wüsste ich doch ganz gerne bescheid darüber! Ich habe auch noch vier neue Babys bekommen. Drei sehen o.k. aus, das vierte wieder kleiner, wobei es sein kann, dass es später zur Welt gekommen ist - warten wir mal ab. In den nächsten drei Tagen sollten weitere Junge zur Welt kommen. Hoffentlich sind sie alle gesund. Letzte Woche habe ich einem Kollegen erzählt, dass ich hübsche Mäusebabys habe. Er meinte, dass hübsche zwar auch schön, aber nicht so hilfreich seien, besser wäre es, wenn sie ganz braun wären. Darauf konnt ich nur erwiedern, dass sich hübsch bei mir schon lange nicht mehr nach möglichst gefleckter Fellfarbe richtet, sondern je brauner desto besser - und diese hübschen sind halt sehr braun...
So, jetzt werde ich wohl trotzdem wieder nach Hause gucken. Seit ich zurück bin konnte ich mich noch nicht aufraffen auch nur irgendetwas im Haushalt zu tun und wenn meine Mitbewohnerin heute oder morgen wieder kommt, sollte es doch wenigstens ein bisschen ordentlich aussehen... Ich frage mich, wie es biologisch wohl funktioniert, dass Gefühle so einen Einfluss auf den ganzen Körper haben, dass man zu nichts mehr in der Lage ist - nicht einmal essen...
Samstag, 5. Januar 2008
kompliziertes Leben
Ob das wohl der richtige Zeitpunkt ist einen Blogg anzufangen? Dann wenn es einem am schlechtesten geht? Andererseits hilft es wohl, sich alles von der Seele zu schreiben - und ausreichend Zeit habe ich jetzt auch...
Ich glaube ohne meine Arbeit würde es zur Zeit gerade gar nicht mehr weiter gehen - hier fühle ich mich immerhin zu Hause - und so erschreckend es klingen mag - auch irgendwie geborgen... Es sind immer Leute um einen herum und man ist nicht alleine.
Jetzt wäre ich gerne wieder ein kleines Mädchen, dass bei seiner Mama auf den Schoß klettern kann und beschützt wird. Wenn ich dann allerdings bedenke was mir in den letzten drei Jahren alles entgangen wäre, dann ist es wohl doch besser das nicht...
Ich glaube ohne meine Arbeit würde es zur Zeit gerade gar nicht mehr weiter gehen - hier fühle ich mich immerhin zu Hause - und so erschreckend es klingen mag - auch irgendwie geborgen... Es sind immer Leute um einen herum und man ist nicht alleine.
Jetzt wäre ich gerne wieder ein kleines Mädchen, dass bei seiner Mama auf den Schoß klettern kann und beschützt wird. Wenn ich dann allerdings bedenke was mir in den letzten drei Jahren alles entgangen wäre, dann ist es wohl doch besser das nicht...
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