Dienstag, 23. Dezember 2008

1200 km weiter...

jetzt bin ich in den letzten drei Tagen jeweils etwas mehr als 400km pro Tag gefahren, erfolgreich umgezogen, meine alte Wohnung abgegeben und bei meinen Eltern zu Hause angekommen. Ich bin recht froh das es zur neuen Wohnung einen Fahrstuhl gibt - mit den Umzugskartons in den vierten Stock zu laufen wäre nicht so lustig gewesen. Es war schön mal wieder ein bisschen mehr Auto fahren zu können - das habe ich schon vermisst. Ein bisschen anstrengend war es schon so viel zu fahren, aber Spaß gemacht hat es doch auch. Ich hatte lustige Gespräche mit der Freundin, die mir umziehen geholfen hat, im Auto und einfach ausreichend Zeit zum klönen, was sehr nett war. Wir haben berechnet wie viel andere Autofahrer wohl vor oder nach uns am Zielort ankommen wenn sie die momentane Geschwindigkeit beibehalten würden und ob man wohl sehr unterschiedlich viele Muskeln in der linken und rechen Pobacke vom Autofahren bekommt... Außerdem haben wir versucht uns "liedersingend" zu unterhalten und sind erstaunlich weit damit gekommen... Ich konnte mich noch von ein paar lieben Menschen auf unbestimmte Zeit zu verabschieden - doch einige habe ich leider auch nicht mehr gesehen - und ich hatte die Gelegenheit mein Patenkind zu einer Reitstunde zu begleiten. Schade nur das Zeit so schnell verrinnt...

Montag, 22. Dezember 2008

lang lang ists her...

Im letzten halben Jahr ist so einiges passiert - und irgendwie ist leider kaum etwas davon aufgeschrieben... vielleicht lässt sich ja noch das ein oder andere nachholen?
Jetzt gibt es auf jeden Fall erst einmal die ersten Umzugsbilder...



Ein bisschen schöner Ausblick von der Wohnküche - und vor allen Dingen - es ist hell, wenn auch noch recht chaotisch!
Und was Gäste- und Bastelzimmer wird... Leider stehen momentan überwiegend viele Kartons herum. Ich hoffe das ich einen Großteil davon in der ersten Arbeitswoche beseitigt bekomme.

Freitag, 17. Oktober 2008

Fertig!

Kaum zu glauben, aber ich habe heute meine Urkunde bekommen! Jetzt bin ich richtig fertig und darf meinen Titel tragen... Wobei ich nicht glaube das ich ihn jemals wirklich brauchen werde, außer um einen neuen Job zu bekommen und vielleicht bei Arzt und Behördenbesuchen um für etwas vollwertiger genommen zu werden ;-) ... Und jetzt werde ich erst mal ein bisschen feiern...

Montag, 13. Oktober 2008

Geschafft!!!

Juhu! Auch wenn man es vorher von dem ein oder anderen Kollegen erzählt bekommt - die Prüfung ist gar nicht so schlimm, so richtig glauen kann man es irgendwie doch nicht... Meine größte Befürchtung heute morgen war, dass das Prüfungsamt wieder geschlossen hat und ich meine Unterlagen für die Prüfung nicht abholen und aufgrund dessen keine Prüfung machen kann - aber es ist alles glatt gelaufen...
Die Prüfung ging dann auch eine Stunde und 15 Minuten - war aber wirklich nicht so schlimm, wobei das auch an der intensiven Vorbereitung gelegen haben könnte ;-) - ich hoffe mal. Mein Chef war dabei noch derjenige, der die fiesesten Fragen gestellt hat, die der beiden anderen Profs. waren gefühlt einfacher... Und jetzt bin ich durch - mal abwarten was die Zukunft bringt!

Freitag, 10. Oktober 2008

Kopflos...

Schön wenn einige Tage einfach zu ende gehen und man darauf hoffen kann das der nächste besser wird... Gestern hat mein Chef mir einen Vortrag gehalten, dass wenn alle Experimente vernünftig durchgeführt werden würden, die Zeit bis zu den Ergebnissen viel kürzer wäre - danke ist angekommen... Warum muss er mir jetzt drei Tage vor meiner Prüfung erzählen das ihm gerade in den Kopf kommt das es ihm alles nicht schnell genug ging und es schon längst Mäuse geben könnte? Als wenn es mir Spaß machen würde das es länger dauert als ursprünglich geplant? Und was ist mit ihm? Vielleicht hätte es bei etwas besserer Betreuung schneller funktioniert? Naja, jedenfalls habe ich ihm dann gestern drei Mal versprochen, dass ich mich persönlich darum kümmern werde dass mein Kooperateur die Proben so bekommt wie er sie braucht und ich sie persönlich vom Tierstall dorthin transportieren werde.
Habe dann mit meinem Kooperationspartner gesprochen - er hätte gerne einen Tag vorlaufzeit und nächste Woche kann er nicht. Kein Problem, passt mir auch ganz gut. Also Daten für den Bestellantrag im System geändert, Mail an die Tierpfleger geschrieben und nach Hause gegangen. Heute morgen bin ich dann wie gewöhnlich um 7.15 Uhr aufgestanden, habe gefrühstückt und mich zu meinen Papern an den Schreibtisch gesellt. Erstes Paper durch - nächstes - doch dann: das Telefon klingelte... Meine Kollegin war am anderen Ende. "Es ist gerade Gewebe für Dich gekommen - was soll ich damit machen?" Gewebe? Heute? Alles nur das nicht! Gut, dann fahre ich wohl doch noch mal eben zur Arbeit... Prüfung ist ja auch erst in drei Tagen - was solls...
Dort angekommen musste ich feststellen, dass der Auftrag, den ich zu nächster Woche ins Netz gestellt hatte, - warum auch immer - schon bearbeitet worden war. NEIN! Ich weiß, eigentlich ist es dumm und äußerst unproduktiv, aber irgendwie habe ich ziemlich den Kopf verlohren... Ich hatte doch meinem Chef versprochen das ich mich persönlich darum kümmer und alles klappen wird - und jetzt haben mir die Tierpfleger einen Strich durch die Rechnung gemacht! Mein Kooperationspartner geht nicht ans Telefon und hier finde ich keinen der mir erzahlen kann wie ich die Proben am besten lager... Raumtemperatur? 4°? einfrieren? Meine Puffer kann ich schlecht nehmen - wenn es nachher nicht funktioniert weil mein Kooperationspartner ein anderes Protokoll benutzt würde ich auch einen Kopf kürzer gemacht werden - ganz schlechte Alternative... Hilfe! Wo sind denn alle die mir weiterhelfen könnten? Es ist doch ein ganz normaler Arbeitstag!
Wobei - wenn man über sich selbst lachen kann... Da ich recht nah am Wasser gebaut bin flosssen natürlich bei so viel Aufregung und Verzweiflung auch ein paar Tränchen... Als ich mich also auf die Suche nach Informationen über die Lagerung meiner Gewebeproben begeben habe bin ich also mit meinen Tränen kämpfend kopflos über den doch recht langen Flur gelaufen. Mir sind fünf mänliche Kollegen entgegen gekommen - und alle sind vorsichtshalber, bevor sie auf mich getroffen sind, links oder rechts in die Räume abgebogen... Da musste ich trotz Sorge um meinen Kopf ein bisschen lachen...

Nach zwei Stunden hin und her habe ich jetzt wen gefunden der mir etwas über die Lagerung meiner Proben erzählen konnte. Ausserdem ist mein Kooperationspartner im Labor eingetroffen und nimmt mir, obwohl ich ihm keinen Tag Vorlaufzeit gegeben habe und er nächste Woche keine Zeit hat in einer halben Stunde die Proben ab. Mir sind einige Steine vom Herzen gefallen. Jetzt ist Mittagszeit und ich bin Hundemüde - so viel Stress...

Montag, 11. August 2008

Patenkinder sind cool!

Jetzt ist mein Patenkind wieder bei sich zu Hause und mein Urlaub ist vorbei - schade! Ich kann's nur weiter empfehlen - Ausleihkinder sind ganz große klasse! Wenn ich mir unser Programm so angucke, dann haben wir gar nicht so viel gemacht - und ein bisschen Aufmerksamkeit und sich Zeit nehmen wirkt einfach Wunder. Meinem Patenkind zur Liebe habe ich eine Woche im Garten hinter dem Haus gezeltet. Eigentlich wollten wir nur mal gucken, ob das Zelt noch heil ist - und dann war es so gemütlich, aber alleine draussen ist doch auch ein bisschen unheimlich... Also haben wir erst eine und dann unbedingt noch eine und noch eine draussen übernachtet, bis auf einmal schwups die wups die ganze Woche herum war... Und sonst? Neben dem umfunktionieren des Wohnzimmers zu einem "richtigen" Kino mit Eintrittskarten und Popcorn, Murmelbahnen bauen und Spiele spielen waren wir jeden Tag im See schwimmen und am liebsten scheint sie es zu mögen wenn ich sie wie ein Paket in meine Arme nehme und laut "meins" rufend mit ihr druchs Wasser hüpfe...
Ein Glück das ich sie nächstes Jahr wieder ausleihen darf!

Montag, 26. Mai 2008

Irgendwie ist da der Wurm drinn...

Ich weiß auch nicht warum, aber irgendwie kann ich mich momentan weder mit meiner Arbeit noch mit dem Wochenende richtig anfreunden... Auf der Arbeit habe ich das Gefühl nicht genügend zu tun zu haben und die paar Sachen die ich auf dem Zettel stehen habe längst nicht so produktiv voran zu bringen, wie es nötig und möglich wäre. Ich möchte gerne wieder tolle Arbeit bekommen.
Und zu Hause? Nicht das ich nicht genügend zu tun hätte, aber wer reißt sich schon um das schreiben einer Dr.Arbeit? Und Bewerbungen? Auch nicht viel besser. So hatte ich also das ganze Wochenende über einen Berg Arbeit vor mir liegen und mir war trotzdem langweilig. Denn schließlich kann man ja schlecht etwas anderes tun, wenn man eigentlich solche wichtigen Aktivitäten auf dem Zettel stehen hat.
Und dann nur komische Telefonate... Ein Anruf von der Telekom - sie lassen einfach nicht locker und wollen mir um jeden Preis einen neuen Telefonanschluss andrehen - natürlich einen teureren... Meine beste Freundin hat eine Einweisung in die Psychiatrie bekommen - und ich sitze hier 300 km entfernt und kann ihr nicht helfen. Helfen könnte ich ihr anders zwar sicher auch nicht, aber wenigstens mehr für sie da sein als es so der Fall ist. Und ihr gut zureden, dass sie mitarbeitet bei was immer sie machen soll. Aber wie kann man jemandem gute Ratschläge geben, wenn man doch gar keine Ahnung hat?

Donnerstag, 22. Mai 2008

Donnerstag "morgen"

Eigentlich ist es schon mitten am Tag, aber ich bin sooo Hundemüde... Die Nacht zum Tag machen ist glaube ich einfach nicht mein Ding - ich werde alt... Allerdings war es einfach nett mit den anderen zusammen in der Kneipe zu sitzen. Ich verstehe nur nicht, warum es früher oder später immer um das eine Thema geht - unseren Chorleiter... Was macht er? Mit wem trifft er sich? Mit wem ist er befreundet und wen kann er nicht leiden? Hat er eine Freundin oder ist er gar schwul? Und mit wem hat er gerade wieder Stress? Manchmal habe ich das Gefühl, eine 'vollständige' Soap ließe sich aus dem, was manchmal abgeht, drehen. Aber schön, sie scheinen wenigstens keine anderen Sorgen zu haben! Irgendetwas scheine ich verkehrt zu machen das ich mich lieber MIT den Leuten unterhalte als ÜBER sie und sie wenn nötig eher verteidige weil sie es ja gerade nicht selber tun können...
Und jetzt werde ich mich glaube ich gleich mal auf die Suche nach 'tollen' Ferienaktivitäten begeben. Denn nachdem ich gefragt worden bin, was ich mir denn vorstelle mit meinem Patenkind zu tun, wenn sie bei mir in den Ferien ist und ich diese Frage nicht wirklich beantworten konnte, muss ich da wohl schnell mal Abhilfe schaffen.
Ein toller Feiertag - immerhin wird es nur ein kurzer Arbeitstag...

Donnerstag, 15. Mai 2008

Guten Morgen - oder so...

Mit einem freundlichen "Guten Morgen Nina" begrüßte mich meine Kollegin heute morgen - und dann hielt sie mir einen Vortrag, wie man nur bei einer einzigen Bestellung so viel verkehrt machen könnte... Sie war nämlich letzte Woche im Urlaub und ich durfte großzügiger Weise das Bestellen für sie übernehmen. Alle die Radioaktivität brauchten sind also zu mir gekommen und haben angemeldet, wieviel sie haben möchten - und heute kam die bestellte Radioaktivität...
ABER: die Farbe stimmt nicht - statt Grün haben wir Blau bekommen; die Menge stimmt nicht - statt 750µCi haben wir nur 500µCi bekommen und der Behälter stimmt auch nicht - statt einer Bleiummantelung gibt es nur eine Plastikummantelung... Bei einer einzigen Bestellung so viele Fehler...
Den ersten konnte ich zum Glück quasi entkräften. Die letzte Bestellung hatte einen falschen Aufkleber - dort hatte ich die Bestellnummer abgeschrieben - bad luck also.
Der zweite ist zum Glück auch nicht mein Verschulden - das Bestellsystem sagt, dass ich die größere Menge bestellt habe.
Nur der dritte ist wohl meiner... Gut, aber damit kann ich schon eher leben - ich bin also doch nicht ganz unfähig zu bestellen - der Tag kann weiter gehen :-).

Dienstag, 6. Mai 2008

"suddenly monday comes again, gone is the weekend..."

Nein, heute ist schon Dienstag - aber irgendwie fühle ich mich so gar nicht nach arbeiten - und das obwohl das Wochenende so lang und entspannt war. Ob es vielleicht daran liegt das ich viel lieber ein Sonnenbad nehmen würde als am Schreibtisch zu sitzen? Oder einfach an der Art der Schreibtischarbeit? Alte Dokumentationen lesen und vervollständigen ist noch schlimmer als aktuelle Ergebnisse zu dokumentieren. Alle meine Kollegen haben Urlaub, oder sich verkrümelt und keiner lenkt mich ab... Naja, drei Stunden noch - und es ist ja auch bald wieder Wochenende... Wenn doch wenigstens das Telefon jetz klingeln würde. Aber das fängt bestimmt erst an, wenn ich gerade auf dem Weg zur Toilette bin oder mir gerade ein Eis aus der Küche holen will... Vielleicht sollte ich mich einfach ganz schnell auf den Weg machen, damit endlich was passiert!

Dienstag, 26. Februar 2008

Wird es denn nie besser? Ich bin müde, mein Nacken ist verspannt, es regnet mal wieder und ich habe das Gefühl unausstehlich zu sein. Ich glaube gerade dieses Gefühl ist das anstrengendste überhaupt, denn eigentlich finde ich es viel netter lustig zu sein und mit allen Leuten quatschen zu mögen. Ich möchte das es schnell wieder kommt - jetzt sofort!!!
Aber wahrscheinlich muss ich wohl erst daran arbeiten. Warum bekommt man nichts im Leben geschenkt? Da ist man so alt, dass der kleine Cousin vermutet das man zu alt zum in die Disko gehen ist und muß sich gedanken darüber machen, was man genau für einen Beruf ausüben möchte, wie man seine Beziehung so zum laufen bekommt das man richtig glücklich damit ist und so weiter. Als erstes sollte ich vielleicht bei meinem Schwesterchen anfangen und ihr sagen das ich sie sehr lieb habe und sie nicht ärgern wollte. Ich war nur einfach so müde... und jetzt gehe ich wohl besser wieder an die Arbeit, damit ich auch irgendwann nach Hause gehen kann...

Mittwoch, 6. Februar 2008

Hast Du Kinder gesehen?

Gestern bin ich ausnahmsweise einmal richtig zeitig nach Hause gefahren - kurz nach fünf war es erst und noch richtig hell draußen.
Auf halbem Weg nach Hause steht ein kleiner Junge am Straßenrand und ruft mir beim vorbeiradeln etwas zu.
"Wie bitte?" - mit Kapuze auf dem Kopf hört es sich doch nicht ganz so gut.
"Hast Du Kinder gesehen?"
"Nein, tut mir leid, habe ich nicht."
Er guckt mich fragen mit seinen großen blauen Kinderaugen an.
"Hast Du denn gerade Kinder gehört?"
Merkwürdige Frage. Gut, da ihm wirklich viel daran zu liegen scheint horche ich einen Moment, ob ich etwas hören kann.
"Da, ich glaube da sind welche."
"Ja, ich glaube ich höre da hinten auch welche."
"Jetzt hört man es ganz deutlich."
"Es könnte aber auch vom Sportplatz kommen, wo die älteren Jungs Fußball spielen."
"Nein, das sind bestimmt die anderen Kinder. Ich war nämlich eben schon auf dem Spielplatz und da war keiner. Tschühüß!"
Und fröhlich stiefelte er in die Richtung, aus der wir die Geräusche gehört hatten... Ich hoffe er hat seine Freunde gefunden.

Montag, 4. Februar 2008

Rosenmontag

Das was heute bei uns auf der Arbeit abläuft lässt sich wohl eindeutig als zwei gespaltene Lager bezeichnen. Auf der einen Seite stehen die Karnevalsfanatiker, auf der anderen die denen es egal ist, bzw. die es hassen. Wer darf oder muß welchen Radiosender mit wieviel Karnevalsmusik hören? Wo, was und wieviel trinkt man heute abend wohl? Wie blöd sich auf Komando zu besaufen vs. wie langweilig an so einem Tag zu arbeiten und zu Hause zu bleiben. Naja, solange sie alle keine anderen Sorgen haben...
Bin gespannt auf die Bilder morgen...

Dienstag, 29. Januar 2008

Glück muss der Mensch haben...

Heute morgen hat es mich allerhand Überwindung gekostet aufzustehen. Es war zwar nicht besonders kalt - ich dafür aber besonders müde und ein Tag mit dem lesen wissenschaftlicher Artikel zu verbringen ist da nicht besonders motivierend...
Naja egal, zur Arbeit muss man trotzdem. Nachdem ich schon während des Lesens zweimal fast eingeschlafen bin, erzählt mir gegen Mittag eine Kollegin, dass abends ein Vortrag läuft, den wir uns unbedingt anhören müssen. Ja ich würde ja gerne und es wird bestimmt auch unheimlich spannend, aber was wenn ich einschlafe? Das wäre doch sehr peinlich!
Drei Stunden habe ich darüber nachgedacht, ob ich nun zu diesem Vortrag gehe oder nicht und ob ich nicht vielleicht schon sofort nach Hause gehen sollte, ein paar Stunden schlafe und dann weiter lese. Doch dann - einmal den Flur entlang gehen kann so hilfreich sein! Als erstes treffe ich eingangs erwähnte Vortragkollegin. "Ach übrigens, ich habe beim Fachbereich angerufen - der Vortrag ist Ersatzlos gestrichen worden." Na, dass nenne ich doch mal Glück, dann brauche ich mir ja keine weiteren Gedanken darüber machen, wie ich am besten während des Vortrags wach bleibe.
Ein paar Meter weiter wäre ich fast mit einem Kollegen, der ohne Vorwarnung um die Ecke kam (vielleicht liegt es aber auch nur an meiner zur Müdigkeit passenden Reaktionszeit), zusammengestoßen. "Ach übrigens Nina, Dein Vortrag Donnerstag fällt aus. Der Chef möchte das der Neue erzählt was er bisher gemacht hat. Deinen Vortrag verschieben fand er ungünstig - er ist also Ersatzlos gestrichen." Nein, welch Überraschung. Dann brauche ich ja jetzt gar nicht mehr weiter Artikel lesen, sondern kann noch kurz ins Labor und dann früh nach Hause! Da hat es heute aber wirklich jemand gut mit mir gemeint!

Donnerstag, 24. Januar 2008

Hilfe, ein Anschlag!

Da arbeitet man so nichts böses ahnend vor sich hin und dann;
Ich stand heute morgen, wie es sich laut meinem Chef für einen guten Arbeitnehmer gehört, pünktlich an meinem Arbeitsplatz und wollte Proben, die Analysiert werden sollen, zentrifugieren (kurze Erklärung: eine Zentrifuge ist ein Metall-/Plastikkasten, in den ein Rotor eingebaut ist, der sich bei hohen Geschwindigkeiten dreht und mit deren Hilfe man unterschiedlich dichte Stoffe trennen kann). Ich wollte also jenes welche Gerät benutzen, stelle meine Proben hinein und drücke auf den Startknopf. Alles läuft wie es soll: 910 Umdrehungen pro Minute, die eingebaute Uhr zählt herunter, die Proben scheinen im Gleichgewicht zu sein - super! Doch dann - anstatt das, nachdem die Zeit abgelaufen ist, die Zentrifuge herunter fährt, erhöht sie die Geschwindigkeit auf 6200 Umdrehungen pro Minute und weigert sich anzuhalten. Auch mehrmaliges Drücken des Stoppknopfes lassen sie völlig unbeeindruckt!
Ich also den nächstbesten Kollegen gefragt - nein, damit arbeitet er nicht, da hat er keine Ahnung von. Aber vielleicht die Kollegin neben an? - Hm, nicht da! Mir stand der Schweiß auf der Stirn! Einer der Chefs - nein, der hat sein Schild an der Tür, dass er nicht gestört werden möchte - egal...
Und - er hat irgendwie einen besseren Draht zu meiner Zentrifuge gehabt und konnte sie zum anhalten bewegen... Und - ich hatte Glück. Die Gefäße in denen meine Proben waren sind zwar am unteren Ende platt gedrückt, aber die Probe war noch drin. Die Ausgleichgewichte konnte ich allerdings alle wegschmeißen. Die waren einfach nicht mehr zu retten.

Ach - und noch eine Neuigkeit... Wir haben eine neue Schwangere...

Mittwoch, 23. Januar 2008

Kuchenschlacht

Da kommt eben unser einer Diplomand vom Sport wieder und ins Büro -
"Weißt Du wo der Kuchen ist?"
"Aufgegessen, nehme ich an."
"Nein, ich meine den, der vom Kaffeetrinken übrig geblieben ist."
"Na, aufgegessen sage ich doch."
"Das kann doch nicht sein - da war noch sooo viel über."
"Egal, trotzdem aufgegessen! Kaffeetrinken ist schließlich schon drei Stunden her."
"Vielleicht hat ihn irgendwer eingefroren?"
"Warum in aller Welt sollte er eingefroren werden? Er ist doch, wie Du siehst, aufgegessen - wir brauchen also keine Angst haben das er schlecht wird - und das Kuchenmonster kommt immer zuverlässig vorbei."
"Aber es waren acht Kuchen - jeder von uns hatte zwei gebacken."
"Jup, ich weiß! Macht im Durchschnitt vier Leute pro Kuchen - ist machbar - ist immernoch aufgegessen..."
"Ich habe Hunger!"
"Da bekomme ich ja fast Mitleid mit Dir. Hier - Du darfst ein paar von meinen geheimen Notfallkeksen ab haben. Und für das nächste Mal bringst Du Dir am besten gleich ein Stück Kuchen in Sicherheit - und zwar so in Sicherheit, dass niemand es sieht. Der Kühlschrank ist übrigens unzureichend, da scheitert immer mal wieder jemand dran..."

Es wird eng...

Wir bekommen wieder Zuwachs - und - nein, diesmal ist ausnahmsweise keiner Schwanger... Ich bekomme nur mehr Gesellschaft im Büro.
Da dachte ich bis vor drei Wochen noch, dass es hier manchmal fast ein bisschen ruhig ist und ein wenig Gesellschaft nicht schlecht wäre - und jetzt habe ich anfang Januar einen Diplomanden dazubekommen, mitte Januar einen zweiten und heute hat der Chef verkündet, dass aus der neuen Arbeitsgruppe von gegenüber einer vorrübergehend bei mir im Büro einzieht. Tja, jetzt wird mir bestimmt nicht mehr langweilig...

Dienstag, 22. Januar 2008

Finderlohn

Ich habe gestern an meiner Haustür einen Tafel Schokolade von einem fremden Mann geschenkt bekommen...
Als ich gestern nach der Arbeit nach Hause gefahren bin war es natürlich mal wieder dunkel und es regnete immer noch in strömen. Auf halbem Weg lag etwas in einer Pfütze, dass aussah wie ein Portmonai. Ich bin erst ein paar Meter weiter gefahren, habe dann aber überlegt, ob es nicht vielleicht doch sinnvoller ist zu gucken, ob etwas drinn ist und es sonst vielleicht heute irgendwo abzugeben. Ich bin also - in immer noch strömendem Regen - zurück gefahren und habe geguckt. Sah ziemlich vollständig aus: 40 Euro, ein bisschen Kleingeld, Perso, zwei Bankkarten, Bücherausweis, Führerschein, ein Kondom (dabei lernt man doch überall, dass man die nicht im Portmonai haben soll...) - was man halt alles so braucht...
Ich habe mich nach kurzem für und wieder entschlossen, es mitzunehmen. Und obwohl ich nur nach Hause und es am nächsten Tag bei der Bank oder Polizei abgeben wollte, hatte ich ein wenig ein schlechtes Gewissen ein fremdes Protmonai einfach mitzunehmen. Was, wenn derjenige dem es gehört es schon sucht und die Strecke abfährt und es nicht finden kann? Dann habe ich allerdings beschlossen, dass die Chance, dass es ein nicht so ehrlicher Finder findet wohl größer ist und es dann doch besser bei mir aufgehoben ist. Unterwegs fiel mir dann noch ein, dass ich ja gar keine Ahnung habe, wo hier überhaupt eine Polizeidienststelle ist, aber gut, dass würde sich wohl herausfinden lassen...
Zu Hause angekommen habe ich es noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Der Perso war in Belgien ausgestellt - dürfte also eher schwieriger werden den Eigentümer zu finden und - oh - Baujahr 88 - der ist ja fast noch ein Kind... Aber - er hatte auch eine Visitenkarte mit seiner Telefonnummer in einem Fach. Sehr clever! Also habe ich ihn einfach mal angerufen. Sein Portmonai hatte er noch nicht vermisst - aber wiederhaben wollte er es natürlich schon. Da er quasi nebenan wohnte ist er auch fünf Minuten später vorbei gekommen um es abzuholen - und hat mir besagte Schokolade mitgebracht. Da macht Portmonaifinden doch richtig Spaß!

Sonntag, 20. Januar 2008

Regensonntag

Sonntag abend - das Wochenende ist fast herum - ich sitze alleine im Labor und warte darauf das meine Bakkis wachsen - wären sie doch nur schneller... Seit 2 1/2 Tagen scheint es durchgängig zu regnen - ich freue mich schon darauf wieder nach Hause zu kommen. Dann werde ich den Geburtstagskuchen für meinen Mediziner schön verzieren, mir eine Honigmilch kochen und es mir gemütlich machen. Vielleicht noch ein bisschen telefonieren? Schauen wir mal.

Donnerstag, 17. Januar 2008

Sport ist mord - oder nicht ganz?

Mein Kollege hat mich gestern mit zum Sport geschleppt. Takewondo. Ich muß sagen es hat erstaunlich viel Spaß gemacht - nur... Als erstes werden Aufwärmspiele gespielt. Das ansich ist ja o.k. und notwendig, dass sehe ich wohl ein. Aber muß es immer mit dem Ball sein? Da habe ich als Balllegastenikerin doch angst vor! Besonders wenn die Jungs so hart werfen... Ich bin schließlich ein Mädchen. Dann haben wir Ausdauer- und Kräftigungstraining gemacht (anstrengend und mir hat die PowerFittness-Musik gefehlt, aber sonst recht nett) und dann haben wir endlich geübt. So richtig mit verschiedenen Kickbox schritten und schlägen. Das macht wirklich spaß! Wobei ich als totaler Anfänger schon glücklich war, dass ich meine Arme und Beine halbwegs koordiniert und nicht verknotet habe. Wie heißt es doch so schön? Es war schon ein wenig schönes dabei?
Und heute tut mir mein linker großer Zeh weh, da ich natürlich nicht gewöhnt bin barfuß auf dem Hallenboden zu laufen, an meinem rechten Knie ist die Haut ein bisschen abgeschürft und an meiner linken Hüfte habe ich einen blauen Fleck, so dass ich nicht sooo gut geschlafen habe (dass ich auch ein klitzekleines bisschen Muskelkater habe verrate ich meinem Kollegen lieber nicht...). Und wenn ich jetzt trotzdem noch überlege, ob ich nicht vielleicht doch wieder hingehe, dann muß es schon ziemlich gut gewesen sein, oder?

Dienstag, 15. Januar 2008

Hallo Fettnäpfchen - wo bist Du???

Eigentlich dachte ich, dass ich mich einigermaßen benehmen könnte, aber das ist wohl ansichtssache...
Am 29.12. - es ist also schon ein wenig her - war ich bei meiner Cousine, da mein Patenkind geburtstag hatte und ich versprochen hatte zu helfen. Eine Woche vorher ist meine Cousine inclusiv Kindern mit ihrem neuen Freund zusammengezogen und so bekam ich, als ich ankam erstmal eine Hausführung. Wirklich ein sehr schönes Haus. Zwar noch nicht ganz eingerichtet, aber das wird schon... Dann habe ich mit den Kindern zusammen für die Gäste Prinzessin Lillifee-Muffins gebacken - denn alles was rosa ist und glitzert ist hervorragend für eine siebenjährige. Meine Cousine und ihr Freund haben währenddessen auf den Tisch gedeckt und sich unterhalten. Dann kamen die Gäste (fünf Mädchen - und bis auf eine alle vollständig rosa angezogen), wir haben Kuchen gegessen, gespielt, gebastelt und nach 2 Stunden wieder Abendbrot gegessen. Dann hat jeder sein Gastgeschenketütchen bekommen und ist nach Hause gegangen. Mein Patenkind meinte, dass es der schönste Tag ihres Lebens gewesen wäre - also alle Glücklich - denkste...
Der Freund meiner Cousine konnte es sich nicht verkneifen "kurz" zu erwähnen und auszuführen, dass er es doch etwas ungewöhnlich fänd, wenn fremde Leute zu ihm nach Hause kommen und sich nicht wie Gäste sondern wie zu Hause benehmen und einfach so Kuchen backen, aufräumen und abdecken etc.. Gutmütiger Weise meinte er dann, dass es ja vielleicht in der Familie liegt, da meine Tante und ihr Partner über Weihnachten da waren und auch sofort mit angefasst haben - aber er durfte immerhin mitmachen... Tja, was soll man davon halten?

Und dann, um wieder ein bisschen auf das hier und heute zurück zukommen, war ich am Wochenende wieder da, da wir Karnevallskostüme für die Kinder nähen wollten. Der Freund meiner Cousine war so FREUNDlich mich vom Bahnhof abzuholen. Auf dem Weg entschuldigte er sich bei mir, denn meine Cousine hätte wohl gemeint, dass er mir vielleicht ein bisschen nahe getreten wäre. Er sagte also, dass er mir nicht zu nahe treten wollte und das es ihm leid täte. Ich antwortete, dass es überhaupt kein Problem wäre, denn so empfindlich bin ich nicht. Jeder würde jetzt denken, dass dem Thema damit abgegolten wäre. Nicht aber so der Freund meiner Cousine... Jetzt fing ein fünf bis 10 minütiger Monolog an, dass er sich ja freuen würde wenn ich zu besuch käme, es wirklich nicht so gemeint war - und ich dürfe auch weiterhin meine Übersocken mitbringen und anziehen... Aha, das hat Ihn also auch gestört. Ich frage mich, was er mir wohl nächstes Mal erzählt?
Das ich ihm das umziehen der Kinder und das zähneputzen streitig mache - oder gar das ins Bett bringen? Da würde ich es allerdings auf eine Diskussion drauf ankommen lassen...

P.S. was die Socken angeht - ich ziehe nicht überall meine Schuhe aus, aber mit meiner Cousine hatte ich vor einem Weilchen mal darüber gesprochen und sie meinte, dass es ihr lieber wäre, wenn man nicht mit Schuhen durch die Wohnung läuft. Ganz davon abgesehen, dass es sich viel besser spielt...

Freitag, 11. Januar 2008

Ab wann ist der Mensch ein Mensch?

Da hatte ich meinen Tag gestern so schön geplant - und es hat mal wieder nichts funktioniert... Gestern hatte ich nämlich quasi einen Vortragsmarathon - alle waren in Erzähllaune, wollten uns etwas gute tun - und haben die Zeit gnadenlos überzogen.
Der Tag fing an mit dem allwöchentlichen Vortrag (wie jeden Donnerstag morgen) - nur dass er länger ging als sonst. Und mit den Experimenten ist es natürlich nicht anders- wenn es theoretisch zwei Stunden dauert, dann legt man noch eine Sicherheitsstunde obendrauf, damit man es auch wirklich schafft - und hinterher fehlt einem trotzdem noch eine halbe Stunde... Ich frage mich immer, wie das funktionieren kann und wer die Zeit heimlich verschwinden lässt. Kann man die grauen Herren der Zeit eigentlich sehen?
Spätestens der 15.00 Uhr Vortrag hat dann alles zu Nichte gemacht. Eigentlich sollte der Vortrag bis um 16.00 Uhr gehen, aber als ich um 17.05 unbedingt zum nächsten Vortrag los musste, war er immer noch nicht zuende...
Wenigstens war er dafür interessant. Sogar so, dass wir uns heute noch ein paar Mal darüber unterhalten haben - und das schaffen die wenigsten Vorträge...
Es ging darum ab wann der Mensch Mensch ist. Trauert man um eine Totgeburt weniger als um ein Baby das nur wenige Stunden oder Tage gelebt hat? Wie sehen die verschiedenen rechtlichen Stufen aus und warum ist eine Blastocyste (Mehrzellstadium) schützenswerter als ein Embryo? Warum wird ein frühgeborenes Baby als Mensch gesehen, obwohl es nicht eigenständig und nur mit Maschienen überleben kann, ein gleichaltes Baby im Mutterleib aber nicht? Und bei einer künstlichen Befruchtung werden mehr Eier befruchtet, als anschließend eingepflanzt werden. Was passiert mit den restlichen? Darf man die einfach abtöten? Embryonen-Adoption? Forschung?
So viel zum darüber nachdenken und sowenig Antworten. Was meint Ihr dazu? Ansatzweise ist es im Gesetz geregelt, aber es gibt noch viele Lücken, wo es reine Interpretationssache ist. Auch gestern ist deutlich geworden, wie schwierig dieses Thema ist und wie unterschiedlich die Empfindungen. Wie gesagt, sehr interessant!

Mittwoch, 9. Januar 2008

Achterbahn der Gefühle

wie schön, dass man sich sicher sein kann, dass irgendwann wieder alles besser wird (nur mit dem älter werden bin ich mir da nicht so ganz sicher...)... Und wenn man sich genau umguckt, dann hat jeder Tag viele schöne kleine Erlebnisse in sich versteckt, man sieht sie nur nicht immer.
Mein erster Eindruck heute morgen war: es ist kalt, grau, regnet und stürmt - also einfach rundum ungemütlich. Dann eine Mail von na, eben dieser einen Person - ohne nette Anrede oder irgendeinen Gruß, aber vielleicht ist es schon gut für den Anfang überhaupt eine zu bekommen? Und dann: mein Minicousin hat mir eine Mail geschrieben - einfach so weil er gute Laune hatte - und das färbt bestimmt ab! Die Sonne scheint zwar noch nicht, aber es hat immerhin schon aufgehört zu regnen. Meine Cousine hat mich gefragt wann wir uns zum Karnevallskostüme nähen treffen (zum Glück allerdings nicht für mich, sondern für mein Patenkind - und wie wohl die meisten kleinen Mädchen möchte sie eine Prinzessin sein - welche Überraschung! Am liebsten natürlich Prinzessin Lillifee, aber solange das Kleid schon mal rosa ist würde sie es wohl wenigstens anprobieren) und meine eine Kollegin will einen Kuchen backen, damit wir endlich mal wieder zusammen Kaffeetrinken und klönen können (hoffentlich wird das einer mit viel Schokolade).
Und ich habe eine Privatpostkarte ans Institut bekommen! Damit hatte ich am allerwenigsten gerechnet. Dieser Freundin hatte ich vor Weihnachten eine Karte in ihr Institut nach Kopenhagen geschickt - dem Internet sei dank, man findet fast alles - , da ich, nachdem sie in den letzten zwei Jahren drei Mal umgezogen ist, keine aktuelle Adresse mehr von ihr hatte. Und da soll noch einer sagen der Tag ist nicht schön!

Dienstag, 8. Januar 2008

Und es herrscht hier wieder der übliche Wahnsinn...

Mein einer Kollege ist ärgerlich mit mir, weil ich gestern mit einer "hübschen Freundin - OHNE IHN" essen gegangen bin, und meine Kolleginnen vergleichen ihre Bäuche und bei wem schon mehr von der Schwangerschaft zu sehen ist - sechs Schwangere bei 32 Leuten - da fängt mir fast mein Chef an leid zu tun... Unsere männlichen Kollengen haben beschlossen, dass sie ihre Freundinnen besser vorerst nicht mehr mitbringen - für den Fall das es ansteckend sein könnte...

Sonntag, 6. Januar 2008

die Hoffnung stirbt zuletzt...

Er hat nicht geantwortet... Ich hoffe, dass er überlegt, dass er einfach Zeit zum nachdenken braucht. Ob er noch an unsere Gespräche denkt? Über Enthalpie von Dachziegeln, die nach Sonneneinstrahlung fliegen können und Entropiezuständen in den Kinderzimmern seiner Söhne? Wie wir das erstemal im Botanischen Garten spazieren waren und uns fast die Füße abgefrohren hätten? Jeden zweiten Tag bin ich momentan in der Kapelle - bzw. heute in der Kirche.
Heute kam ich in die Kirche und - nanu, da sitzt ja ein bekanntes Gesicht in der dritten Reihe von hinten - kann das sein? Ja, es stimmte - mein Großcousin! Studivz sei dank wusste ich wie er aussieht, denn das letzte Familientreffen auf dem wir uns gesehen haben ist etliche Jahre her (ich fürchte ich werde alt...). Wir haben uns kurz unterhalten, aber so richtig gesprächig war er irgendwie nicht. Ob er immer so ist? Und wenn er redet, dann ganz leise und undeutlich... Er hat gesagt, dass er momentan öfter kommt. Ob er Probleme hat?
Ich frage mich, wie unser Pastor immer gerade über das Predigt, was mich beschäftigt? Oder ob er einfach gut ist und die Predigten immer ansprechend? Vielleicht sollte ich anfangen öffter in die Kirche zu gehen?
Heute ging es darum, dass Gott uns mit den hellen Schein seines Angesichts erleuchtet und uns hilft, schwere Dinge zu ertragen. Sein Angesicht - er sieht uns und ist bei uns, auch wenn wir kein menschliches Wesen um uns haben.
Gestern habe ich über drogensüchtige nachgedacht und ob sie wohl auch über solche Lebensumstände dazu gekommen sind. Ich weiß nicht, ob ich es gestern abgelehnt hätte zu probieren, denn ich stelle mir vor, dass es betäubt, einem nichts mehr weh tut und man nicht mehr denken braucht. Andererseits - mir würden sie bestimmt keine Verkaufen und ich habe keine Ahnung, wie man daran kommt. Auch wenn "die anderen" immer erzählt haben, dass Ihnen auf dem Schulhof welche angeboten wurden - mir ist das nie passiert.
Und jetzt sitze ich wieder auf der Arbeit... Eigentlich wollte ich die Zeit drastisch kürzen, aber was soll ich zu Hause? Wenn ich morgens aufwache ist es am schlimmsten. Ich bin zitterig, die Tränen fangen wieder an zu laufen und alle Gedanken kreisen nur um Ihn. Hier sind wenigstens andere Menschen. Gestern hatten wir ein spontanes "Bürotreffen". Alle bis auf mein Medizinmann waren da - sogar unser neuer Diplomand, der erst seit zwei Tagen hier ist. Fürchterlich motiviert, oder?
Eben habe ich nach meinen Mäusebabys geguckt... Der eine Käfig mit drei kleinen sieht gut aus, aber der zweite ist verschwunden! Vielleicht ist das hübsche aber kranke Baby gestorben und das andere wollten sie nicht behalten? Aber dann wüsste ich doch ganz gerne bescheid darüber! Ich habe auch noch vier neue Babys bekommen. Drei sehen o.k. aus, das vierte wieder kleiner, wobei es sein kann, dass es später zur Welt gekommen ist - warten wir mal ab. In den nächsten drei Tagen sollten weitere Junge zur Welt kommen. Hoffentlich sind sie alle gesund. Letzte Woche habe ich einem Kollegen erzählt, dass ich hübsche Mäusebabys habe. Er meinte, dass hübsche zwar auch schön, aber nicht so hilfreich seien, besser wäre es, wenn sie ganz braun wären. Darauf konnt ich nur erwiedern, dass sich hübsch bei mir schon lange nicht mehr nach möglichst gefleckter Fellfarbe richtet, sondern je brauner desto besser - und diese hübschen sind halt sehr braun...
So, jetzt werde ich wohl trotzdem wieder nach Hause gucken. Seit ich zurück bin konnte ich mich noch nicht aufraffen auch nur irgendetwas im Haushalt zu tun und wenn meine Mitbewohnerin heute oder morgen wieder kommt, sollte es doch wenigstens ein bisschen ordentlich aussehen... Ich frage mich, wie es biologisch wohl funktioniert, dass Gefühle so einen Einfluss auf den ganzen Körper haben, dass man zu nichts mehr in der Lage ist - nicht einmal essen...

Samstag, 5. Januar 2008

kompliziertes Leben

Ob das wohl der richtige Zeitpunkt ist einen Blogg anzufangen? Dann wenn es einem am schlechtesten geht? Andererseits hilft es wohl, sich alles von der Seele zu schreiben - und ausreichend Zeit habe ich jetzt auch...
Ich glaube ohne meine Arbeit würde es zur Zeit gerade gar nicht mehr weiter gehen - hier fühle ich mich immerhin zu Hause - und so erschreckend es klingen mag - auch irgendwie geborgen... Es sind immer Leute um einen herum und man ist nicht alleine.

Jetzt wäre ich gerne wieder ein kleines Mädchen, dass bei seiner Mama auf den Schoß klettern kann und beschützt wird. Wenn ich dann allerdings bedenke was mir in den letzten drei Jahren alles entgangen wäre, dann ist es wohl doch besser das nicht...